Dead and gone (hope so)

Donnerstag, 22. Juni 2006

there's a little black spot on the sun today

King of Pain

There's a little black spot on the sun today
It's the same old thing as yesterday
There's a black hat caught in a high tree top
There's a flag-pole rag and the wind won't stop

I have stood here before inside the pouring rain
With the world turning circles running 'round my brain
I guess I'm always hoping that you'll end this reign
But it's my destiny to be the king of pain

There's a fossil that's trapped in a high cliff wall
That's my soul up there
There's a dead salmon frozen in a waterfall
That's my soul up there
There's a blue whale beached by a springtime's ebb
That's my soul up there
There's a butterfly trapped in a spider's web

I have stood here before inside the pouring rain
With the world turning circles running 'round my brain
I guess I'm always hoping that you'll end this reign
But it's my destiny to be the king of pain

There's a king on a throne with his eyes torn out
There's a blind man looking for a shadow of doubt
There's a rich man sleeping on a golden bed
There's a skeleton choking on a crust of bread

There's a red fox torn by a huntsman's pack
There's a black-winged gull with a broken back
There's a little black spot on the sun today
It's the same old thing as yesterday

I have stood here before inside the pouring rain
With the world turning circles running 'round my brain
I guess I'm always hoping that you'll end this reign
But it's my destiny to be the king of pain

King of pain
I'll always be queen of pain
I'll always be queen of pain

Artist: Alanis Morissette Lyrics: Sting

Donnerstag, 26. Januar 2006

Ich frage mich...

...wo die Briefe sind.
Die Briefe, die ich dir in den langen Nächten voll von namenlosem Grauen geschrieben hab.

briefe

Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hat, dir einen ganzen Packen davon anzuvertrauen – ich vermute, du hast sie bis heute nicht einmal gelesen.
Erst später wurde mir klar, dass du es nicht verdient hast, diese Zeilen zu lesen, dass du ihnen (mir?) nicht den gebührenden Respekt erweist.
Trotz meiner Bitten hast du dich geweigert, mir die Briefe zurückzugeben. Ich hoffe, du hast sie wenigstens andere nicht lesen lassen.
Nur gut, dass ich keinen Kontakt mehr mit irgendjemand aus dieser Zeit habe und somit nicht erfahren werde, wenn du mich noch ein letztes Mal bloßgestellt hast.

Und der zweite Packen Briefe, den müsste ich noch aufbewahrt haben.
Den suche ich von Zeit zu Zeit wieder raus und lese sie, damit ich nie vergesse, wie schmerzvoll diese Tage und Nächte waren und mir dessen bewusst bleibe, wie glücklich mein Leben nun verläuft.

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Schlammpackung für die Seele

Habe gestern abend noch ein sehr schönes Gespräch mit dem Liebsten von allen geführt.
Er meint, etwas überspitzt ausgedrückt, ich suhle mich in der Vergangenheit wie ein kleines Schweinderl im Dreck.
Was er dabei vielleicht ein bissl übersehen hat, ist, daß das Suhlen der Reinigung dient.
Wenn die Schlammschicht nämlich getrocknet ist, können Schweinchen sie ganz toll, mitsamt Ungeziefer und abgeschilferten Hautschüppchen, an einem starken Baum wieder abschubbern.
Und zum Vorschein kommt ein wunderhübsches, sauberes, rosarotes, quietschvergnügtes Schweinchen.



So ähnlich stelle ich mir das Wirkprinzip vor, wenn ich mich mit meiner Vergangenheit auseinandersetze.
Eine Schlammpackung für meine strahlende Seele.

Sonntag, 2. Oktober 2005

Vergangenheitsbewältigung, ein Versuch. (1)

"Ich bin nicht dein Psychiater!"
Mit diesen Worten verließ er den Raum. Ließ sie zurück, zusammengekauert an der Wand, hilflos nach Luft schnappend.
Aufgrund der Aufregung hatte sie begonnen zu hyperventilieren. In Verbindung mit Tränen und Rotz eine schlechte Kombination. Vor allem dann, wenn man jedes Sauerstoffatom braucht, um wieder ein bißchen klarer sehen zu können.
Wie war es nur wieder dazu gekommen? Sie konnte es nicht mehr genau sagen. Aus harmlosen Sticheleien hatte sich ein mächtiger Streit entwickelt. Wahrscheinlich hatte er wieder ein SMS bekommen, oder einen Anruf, der ihre Eifersucht schürte.
Die Auslöser konnten minimal sein, denn die große Wunde, die unter der Oberfläche schwärte, war sehr empfindlich. Kaum vernarbt, wieder und wieder aufgerissen und etwas tiefer ins rohe Fleisch gebohrt. Wie soll so Heilung stattfinden?
Wie konnte er, wo er doch vorgab, sie zu lieben? Wie konnte er ihr kaltblütig solchen Schmerz zufügen? Und sie dann damit allein lassen, als ob es ihn nichts anginge.
Aber es sollte ihn etwas angehen, wenn man liebt, trägt man doch eine gewisse Verantwortung, zumindest fühlt man sich, im Normalfall, bis zu einem gewissen Grad verantwortlich für denjenigen, den man liebt.
Er nicht.
Oder aber seine inneren Dämonen waren stärker als die Liebe zu ihr.
Auch er kämpfte hart, das wußte sie. Doch sein Kampf war ein ganz anderer. Und mit Liebe scheinbar nicht zu heilen - doch diese Erkenntnis kam erst Jahre später.
Irgendwann in diesem Streit hatte sie begonnen hilflos im Kreis zu laufen, sie schrie um Hilfe:"Ich halte es nicht mehr aus, es tut so weh! Bitte! Hilf mir, nimm Rücksicht, tu doch was, ich kann nicht mehr!" Sie wußte einfach nicht mehr was tun, was denken, um diesen Gefühlsstürmen, die ihr Innerstes durchtosten, Herr zu werden.
Doch er stand nur kopfschüttelnd und verständnislos daneben.
"Reiß dich zusammen!"
Ja gerne, doch wie, wie sich zusammenreißen und Contenance bewahren, wenn dein Herz und Hirn gerade in Stücke gerissen werden? Wenn Gedanken wie wilde Tiere über alle Vernunft herfallen und der nackte Schmerz bleibt?
Erschöpft sank sie an der Wand entlang zu Boden, begann langsam ihren Kopf an die Wand zu schlagen. Der Rhythmus wirkte etwas beruhigend, zudem drängte langsam der körperliche Schmerz in den Vordergrund.
Etwas fester noch, das fühlte sich besser an. Sie konnte besser mit dem bekannten Schmerz umgehen, als mit dem reißenden Gefühl sich selbst zu verlieren, das einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte.
Und er wandte sich ab, es war zuviel, sie hatten sich viel angetan in den letzten Jahren, doch diese offene Zurschaustellung ihres Schmerzes konnte er nicht mitansehen.
Im Nebenzimmer ging der Fernseher an.

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Kinkerlitzch3n – 2013-10-25 14:20

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